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Zivilcourage: So kann jeder helfen

Bus in Ludwigsburg mit sechs VerhaltensregelnIn Baden-Württemberg wirbt die Polizei gemeinsam mit Kommunen, örtlichen Präventionsvereinen und Verkehrsbetrieben für mehr Zivilcourage und das aktive Eingreifen von Zeugen. Mit großflächigen Transparenten auf Bussen und Stadtbahnen werden die Menschen in vielen Landkreisen dazu aufgefordert, als Zeuge und Helfer aktiv zu werden, wenn Menschen in Gefahr sind. Auch in Regional- und S-Bahnzügen im ganzen Land hängen Aktion-tu-was-Plakate an prominenter Stelle. 

Das kann man tun
Was kann man tun, wenn man Zeuge eines Übergriffs wird? Wie kann man eingreifen? Viele Bürgerinnen und Bürger wissen das nicht. Die Polizei hat deshalb sechs Regeln aufgestellt, die es für den Ernstfall zu beachten gilt und die die Fahrgäste auf den Transparenten und Plakaten in den Zügen, Bussen und Bahnen nachlesen können: Zeuge sein - Tätermerkmale einprägen - Andere zur Mithilfe auffordern - Hilfe unter Notruf 110 holen - Um die Opfer kümmern - Sich selbst nicht in Gefahr bringen. Zusätzlich informieren Polizisten in Bussen und an Haltestellen, wie die Fahrgäste anderen in Notsituationen helfen können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Viele Aktionen
In vielen Städten und Kommunen finden zahlreiche Projekte statt. Volkshochschulen und Jugendhäuser beispielsweise veranstalten Gewaltpräventionskurse sowie Vorträge und Diskussionen über Zivilcourage und Gewaltprävention. Es gibt Büchertische, Infostände auf Stadtfesten und Theaterprojekte. Viele Landkreise und Städte vergeben Preise an couragierte Bürgerinnen und Bürger, die Menschen in Notsituationen geholfen haben, beispielsweise der Rhein-Neckar Kreis den Preis der Aktion „Beistehen-statt-Rumstehen“.

In Ulm wird in 52 Bussen ein Kurzfilm mit Präventionstipps der "Aktion-tu-was" im Fahrgast-TV gezeigt. Polizisten bilden darüber hinaus Busfahrer zum Thema Zivilcourage und Deeskaltionsmöglichkeiten aus. "Aktion-tu-was"-Botschaften und die "Sechs Regeln für den Ernstfall" zieren zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel in Ulm und Ehingen. Zusätzlich führen Polizeibeamte in Bussen und Bahnen mit den Fahrgästen Gespräche zum Thema Zivilcourage.  

In Böblingen sind fünf Busse mit den Botschaften der "Aktion-tu-was" unterwegs. Dahinter steht das Projekt „ÖPNV-Sicherheitspartnerschaft im Landkreis Böblingen“ an dem fünf Verkehrsunternehmen der Region beteiligt sind, die jeweils eines ihrer Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben. Ziel ist, für mehr Zivilcourage zu werben und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste in Bus und Bahn, an den Bahnhöfen und Haltestellen zu verbessern.

Bus in Ludwigsburg mit sechs Verhaltensregeln